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Das machen Feel-Good-Manager

Bildquelle: pixabay.com
Sie planen Firmenfeiern, bieten Sprechstunden an und holen Verbesserungsvorschläge ein. Feel-Good-Manager sind um ein positives Betriebsklima bemüht und tun ein Menge dafür. Neben dem regelmäßigen Feedback durch Gespräche und Befragungen der Mitarbeiter, sind Feel-Good-Manager für den informellen nachfeierabendlichen Umtrunk ebenso wie für Betriebsfeiern zuständig. Kurzum: der Feel-Good-Manager feiert Feste und kümmert sich um das Wohl der Belegschaft. Wenig verwunderlich also, dass das Interesse an diesem Berufsbild steigt, setzt man sich doch vorwiegend mit den schönen Seiten der Arbeitswelt auseinander. Unterm Strich haben Arbeitgeber mit einem Feel-Good-Manager weniger das Ziel aus ihren Mitarbeitern Partylöwen zu machen. Was wie eine adaptierte Version von „Zuckerbrot und Peitsche“ mit dem Schwerpunkt „Zuckerbrot“ klingt, hat dennoch seriöse Ansprüche. Wie man fälschlicherweise interpretieren könnte, ist der Feel-Good-Manager nicht nur für die lokale Kneipenszene rund um das Unternehmen zuständig, sondern hat einen hohen Anteil am Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Dazu gehören Kenntnisse über den BGM-Prozess von der Bestandsaufnahme bis zur Evaluation gesundheitsfördernder Maßnahmen ebenso wie ein offenes Ohr für Mitarbeiterprobleme. Deshalb sind Empathie und ein offenes Interesse für die Menschen im Unternehmen ein Einstellungskriterium. Das übergeordnete Ziel des Unternehmens mit einem Feel-Good-Manager liegt darin, gute Mitarbeiter langfristig zu binden und neue Mitarbeiter mit besonderen Angeboten zu locken.

Dabei ist der Job von Feel-Good-Managern nicht als einfach zu werten. Neben den vielfältigen Aufgaben von psychologischer Beratung, dem Kontakt zu allen Unternehmensbereichen und der Einhaltung datenschutzrelevanter Themen, sind sie an einer sensiblen Schnittstelle zur Unternehmensleitung, die ein berechtigtes Interesse daran hat, was in den Büros und Produktionsbereichen vor sich geht. Aus psychologischer Sicht ist es sinnvoll, Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben sich zu äußern, BGM-Angebote vorzuhalten und Vorschläge über den Feel-Good-Manager an die Unternehmensleitung weiterzugeben. Dadurch können die Feel-Good-Manager die übergreifenden Arbeitsbedingungen direkt beeinflussen. Die positven Folgen liegen auf der Hand.

  1. Ein Wir-Gefühl kann durch den Feel-Good-Manager gestärkt und ausgebaut werden.
  2. Die Anerkennung des Mitarbeiters als „Mehr als ein Wirtschaftsfaktor“ wird gefördert.
  3. Mitarbeiter mit Problemen oder Lebenskrisen werden gehört.
  4. Eine positive Arbeitsatmosphäre wird gefördert.
  5. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement wird gelebt.
  6. Konflikte können schneller erkannt und bearbeitet werden.
  7. Motivation und Produktivität steigen an.

Ein Feel-Good-Manager ist in aller Regel an die Personalabteilung angegliedert und dort im direkten Austausch mit den Vorgesetzten. Mit einem Studienabschluss im Bereich der Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften (Dipl. oder B.A.) verdient ein Feel-Good-Manager je nach Unternehmen zwischen 38.000 und 45.000 Euro im Jahr.
Bei allen positiven Aspekten der Stellenbeschreibung dieses Berufsbildes ist nicht außer Acht zu lassen, dass der Grad zwischen zuviel Spaß und zu wenig Nutzen sehr schmal werden kann und sich Stelleninhaber für ihre Arbeit auch bei Kollegen rechtfertigen müssen. Dass sich mit Feel-Good-Management die Unternehmenskultur und damit das Arbeitsklima zum Positiven entwickeln kann, bleibt jedoch unbestritten. 

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